Liga 3

Știința Miroslava gelingt Aufstieg in dramatischem Finale

Ein sensationeller Sieg am letzten Spieltag bedeutet für Știința Miroslava den Aufstieg in die zweite rumänische Fußball-Liga. Mit 61 Punkten lag die Mannschaft aus dem Kreis Jassy/Iași vor dem 30. Spieltag nur auf Platz 3, hinter FK Csikszereda/Miercurea Ciuc (63) und AFC Hărman/Honigberg (62). Alle drei Mannschaften lieferten sich über die gesamte Saison ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in welchem bis zur Winterpause auch Atletico Vaslui mitmischte. Nach Differenzen mit der Klubführung verließen allerdings Trainer Sorin Sava sowie mehrere Spieler kurz vor Beginn der Rückrunde den Verein. Mit einem aus Jugendspielern aufgefüllten Kader verlor Atletico sämtlich Rückrundenspiele und entging dem Abstieg nur knapp. (mehr …)

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Corvinul Hunedoara v. Politehnica Timișoara

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Wirklich interessante Spiele hat die fünfgleisige dritte Liga nicht zu bieten und auch viele Stadien erinnern doch eher an Dorfsportplätze. Die große Ausnahme bilden ASU Politehnica Timișoara und FC Hunedoara. Letzterer Klub ist besser bekannt unter dem Namen Corvinul Hunedoara, benannt nach dem Schloss Eisenmarkt (rum. Castelul Corvinilor). Neben insgesamt 17 Jahren Erstligazugehörigkeit besteht der größte Erfolg im Erreichen der zweiten Runde des UEFA-Pokals 1982-83 gegen FK Sarajevo. Wie für so viele Mannschaften ging es im Jahrzehnt nach dem Ende der Diktatur allerdings steil bergab. Für Corvinul endete die Talfahrt im November 2004 mit dem Ausschluss aus der Divizia B. Die erste Choreografie auf den Rängen des Michael Klein-Stadions soll es im Jahr 1997 gegeben haben. Als eine wichtige Station in der Entwicklung der Fankultur wird das Auswärtsspiel in Temeswar in der Saison 1999-2000 betrachtet, als die Mannschaft von 800 Anhängern begleitet und das erste Mal eine Gruppe mit einer Zaunfahne sichtbar wurde – der Fahne von „Toxic Zone“. Mit dem „Ultras Korp“ im Jahr 2005 kann dann zum ersten Mal von einer Ultra‘-Gruppe gesprochen werden. Im selben Jahr folgte auch die Gründung der Gruppe „Distrikt Ultra’“, beide standen fortan zusammen in der Nordkurve. Gleichwohl wurde schon in den Jahren zuvor durch die Gruppen „ULTRAS“ und „Nuova Ultras Corvinul“ versucht eine neue Mentalität auf die Traversen des Stadions zu bringen. Die „Hell Boys ’07“ sind schließlich die einzige Gruppe aus diesen Tagen, die bis heute besteht.

Neben dem Vorhandensein von Fanszenen auf beiden Seiten bot die Konstellation der Freundschaften zusätzliche Brisanz. Denn die Jungs von Corvinul sind mit UTA Arad und Steaua Bukarest befreundet, den Erzrivalen von Politehnica Timișoara, welche wiederum eine Freundschaft zu Rapid Bukarest pflegen. Dementsprechend hing auch eine „Rapidfans Hunedoara“-Fahne neben den bekannten Gladbacher-Fahnen und der „Sezione Ostile“-Fahne von Olimpia Satu Mare. In der zweiten Halbzeit präsentierten die Temeswarer eine gegnerische Zaunfahne sowie einige Schals. Auf dem Rasen war der Sieg der Viola nie gefährdet und die Mannschaft bleibt damit weiter auf Aufstiegskurs.