Monat: Juni 2016

Sport zwischen der Festigung nationaler Identität und politischem Kalkül

Abchasien gewinnt Weltmeisterschaft der unabhängigen Fußballverbände

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Seit Freitag wird in Frankreich die beste Fußball-Nationalmannschaft Europas gesucht. Die rumänische Auswahl unterlag im Eröffnungsspiel dem Gastgeber, als Favorit ist die deutsche Mannschaft in das Turnier gegangen. In den kommenden vier Wochen werden Zehntausende in den Stadien und Millionen an den Fernsehgeräten, von Reykjavik bis Tirana und von Moskau bis Lissabon, mit „ihrer“ Nationalmannschaft fiebern. Doch Staatsbürgerschaft und Nationalität gehen häufig nicht einher. Vom Ural bis zum Atlantik gibt es über 300 nationale Minderheiten und Volksgruppen. Jeder siebte Europäer gehört einer autochthonen Minderheit an oder spricht eine Regional- oder Minderheitensprache. Die Organisation der nicht-repräsentierten Nationen und Völker (UNPO), eine Interessenvertretung für Staaten, Nationen und Völker, die bei den Vereinten Nationen nicht als Staaten anerkannt sind, vertritt weltweit 246 Millionen Menschen. Die Anerkennung durch die Vereinten Nationen ist allerdings eine Voraussetzung, um in Frankreich dabei zu sein. Denn der europäische Fußballverband UEFA macht die Mitgliedschaft eines Verbandes davon abhängig. (mehr …)

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Măgura Cisnădie v. ASU Politehnica Timișoara

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POLI, UN NUME DE GLORIE, CE FACE ISTORIE, IN ROMANIA!

Letztes Saisonspiel von Politehnica Timișoara und das gleich um die Ecke in Heltau/Cisnădie. Das ist natürlich ein Pflichttermin, schließlich wird es auch das letzte Drittligaspiel der Viola sein. Der Aufstieg wurde schon am vergangenen Wochende gefeiert. Unter dem Woche gab es dann im heimischen Dan-Păltinișanu-Stadion gegen Nova Mamma Mia Becicherecu Mic vor 3.000 Zuschauern die Krönung. Nach vier Jahren kehrt der Klub damit zurück in die zweite Liga. Ein besonderer Tag für alle, auch für mich, habe ich doch immer Frühjahr 2012, während meiner Zeit in Temeswar, kaum ein Spiel der Jungs verpasst. Auf den Weg nach Heltau machten sich rund 350 Viola, die von rund 40 Gladbachern unterstützt wurden ,welche schon seit einigen Tagen zum Freundschaftsbesuch im Banat weilten. Die Stimmung auf den Rängen war solide, doch nichts außergewöhnliches – zumindest nicht für Poli, für rumänische Verhältnisse schon. Doch wer kann es den Jungs auch verübeln. Der Aufstieg stand schon fest und die Mannschaft ließ sich dazu noch mit 5-1 abschießen.

In er nächsten Saison geht es dann allerdings an das sprichwörtlich eingemachte. Die Kosten werden nochmal steigen, aber auch die Attraktivität. Erstmals in ihrer Geschichte wird die Divizia B eingleisig sein. 22 Mannschaften von Sathmar im Nordwesten bis Konstanza im Südosten werden dann dabei sein. Für die Viola wird es dann darum gehen keinen der sechs Abstiegsplätze einzunehmen. Noch will der Bürgermeister sein Kunstprojekt ACS Poli nicht beerdigen, doch ohne die Unterstützung der öffentlichen Hand oder einen Gönner ist ein Überleben im rumänischen Fußball fast unmöglich. Es bleibt der Viola nur alles Gute zu wünschen und das insbesondere Fehler wie in Salzburg vermieden werden.

Poli, ein glorreicher Name, der in Rumänien Geschichte schreibt!