Wochenrückblick #3

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Die 2. Liga startet an diesem Wochenende in die Rückrunde. Von ursprünglich 20 Mannschaften sind nur noch 16 im Wettbewerb. Nach Șoimii Pâncota und ACS Berceni haben sich in der Winterpause zwei weitere Klubs zurückgezogen. +++ Ab der Saison 2018/19 werden die Lizenzbedingungen für die 1. und 2. Liga verschärft. Insolvente Klubs dürfen dann nicht mehr teilnehmen. In der 1. Liga träfe dies momentan auf drei Mannschaften zu. (mehr …)

Vorschau: FCSB ist Favorit auf die rumänische Meisterschaft

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Mit der Begegnung zwischen Pandurii Târgu Jiu und Politehnica Iași startet die rumänische Fußball-Liga am Freitag in die zweite Hälfte der Saison. Bis zum Ende der regulären Spielzeit stehen noch fünf Spieltage aus. Die Grenze zwischen Meisterschafts- und Abstiegsrunde verläuft zwischen CFR Cluj und Astra Giurgiu, beide Mannschaft trennt nur ein Punkt. Der Meister ist schwach in die Saison gestartet, konnte allerdings vor der Winterpause drei Spiele in Folge gewinnen. Auch das Restprogramm gibt die Qualifikation für die Meisterrunde her: Târgu Mureș, Iași, Chiajna und Botoșani sind hinter Astra plaziert. Der Abgang von Denis Alibec muss kein Qualitätsverlust bedeuten, in der ersten Saisonhälfte konnte er nicht an seine Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen. Sergiu Buș könnte seinen Platz einnehmen. Er kehrt von Sheffield Wednesday zurück nach Rumänien. In England konnte sich Buș nicht durchsetzen, stand in dieser Spielzeit nicht einmal mehr im Kader des Zweitligisten. Die Klausenburger, die ohne die sechs Strafpunkte noch besser plaziert währen, konnten Ciprian Deac zurück nach Siebenbürgen holen. (mehr …)

Nicht mehr nur die Zuschauer kehren dem professionellen Fußball den Rücken

Nicht mehr nur die Zuschauer kehren dem professionellen Fußball den Rücken. Vor zehn Jahren besiegten Dinamo und Rapid Bukarest im Europapokal Bayer 04 Leverkusen, Hertha BSC und den Hamburger SV. Heute spielt der rumänische Meister Astra Giurgiu seine Heimspiele vor 350 Zuschauern. Korrupte Funktionäre, Retortenvereine und ein schlechtes Spielniveau kennzeichnen den rumänischen Fußball dreißig Jahre nach dem Steaua Bukarest als erster osteuropäischer Verein den Europapokal der Landesmeister gewinnen konnte.

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Der rumänische Klubfußball befindet sich im freien Fall – sportlich, finanziell und vom Zuschauerinteresse her. Langjährige Erstligisten spielen nur noch in der Kreisliga und müssen über die umliegenden Dörfer ziehen. In die Fußballstadien der Erstligisten zieht es unterdessen oft weniger Menschen als zum Basketball, Handball oder Eishockey. In den internationalen Klubwettbewerben schaffen die rumänischen Vertreter meist nicht einmal mehr die Qualifikation für die Hauptrunde, auch, weil bis auf Steaua Bukarest kein Verein mehr Ablösesummen bezahlen kann.

Noch vor zehn Jahren stand die Divizia A kurz davor die Bundesliga in der UEFA-Fünf-Jahreswertung zu überholen. Dinamo Bukarest besiegte im UEFA-Pokal Bayer 04 Leverkusen und Steaua Bukarest musste sich in der UEFA-Champions-League zwar Olympique Lyon und Real Madrid geschlagen geben, setzte sich aber gegen Dinamo Kiev durch. Ein Jahr zuvor standen sich Steaua und Rapid Bukarest sogar im Viertelfinale des UEFA-Pokals gegenüber. Im Sechzehntel- und Achtelfinale setzte sich Rapid gegen Hertha BSC und den Hamburger SV durch. Das Halbfinal-Hinspiel zwischen Steaua und Middlesbrough verfolgten 50.000 Zuschauer im Lia-Manoliu-Stadion. (mehr …)

Steaua lui Becali vs. Steaua Armatei

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Unter der Überschrift: „Marius Lăcătuș kehrt zu Steaua Bukarest zurück“, hatte der Armeesportklub „CSA Steaua Bukarest“ am Montag bekannt gegeben, wieder eine Fußballabteilung zu gründen. Ein Foto auf der Internetseite des Armeesportklubs zeigte die Steaua-Legende und Präsident Oberst Cristian Petrea bei einer Vertragsunterzeichnung. Lăcătuș soll sportlicher Leiter werden und CSA Steaua Bukarest ab der kommenden Saison in der vierten Liga an den Start gehen, hieß in dem Statement.

Mit Spannung wurde die für Mittwochvormittag einberufene Pressekonferenz erwartet, denn mehr Informationen gab es zunächst nicht. Neben dutzenden Journalisten kamen auch zahlreiche Fans nach Ghencea. Verschiedene Ultra‘-Gruppen hat zur Unterstützung von Marius Lăcătuș aufgerufen. Insbesondere für die Fans der „Peluza Sud“ ist „Steaua“ untrennbar mit der Armee verbunden. In den vergangenen zwei Jahren boykottierten die Ultras die Spiele von „FC Steaua Bukarest S.A.“ – oder wie sie den Klub von Becali abwertend nannten: „FCSB“ – und besuchten stattdessen die Spiele der Rugby-, Basketball- und Handballmannschaften von CSA Steaua Bukarest. (mehr …)